Abgefahren...
In 16 Jahren mit dem Motorrad um die Welt
Das Live Dia-Show Spektakel von Claudia Metz und Klaus
Schuberty

Abgefahren - Der Traum lebt weiter Die ganze Welt haben Claudia Metz
und Klaus Schubert mit ihren umgestrickten XT 500 Enduros bereist. Eigentlich
wollten sie "nur" eine Schwester in Tokio besuchen, 10 Monate waren geplant.
16 Jahre später kommen sie zurück in ihre Heimatstadt Köln, sitzen immer noch
auf den selben Motorrädern, mit denen sie die Stadt damals auf der Autobahn
verließen. Diesmal treiben ihre treuen Einzylinder ein Boot an, einen Schaufelraddampfer,
den sie sich im Amazonasgebiet mit Indianern gebaut haben. Ihre Eindrücke haben
sie gleich nach der Rückkehr in einem Bestseller veröffentlicht (Abgefahren
- In 16 Jahren um die Welt, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, Köln) und reisten
dann 2 Jahre mit ihrem Töchterchen Anna im Wohnmobil durch die deutschsprachigen
Länder und veranstalteten außergewöhnliche Diashows. "Wir lernen Europa von
einer sehr schönen Seite kennen. Die Menschen haben großes Interesse an dem,
was wir erlebt haben, an unserer Geschichte", sagt Klaus. 16 Jahre Abenteuer
in zweieinhalb Stunden. Die Menschen hängen an ihren Lippen, wenn Klaus und
Claudia von der entlosen Freiheit erzählen. "Lebt eure Träume" raten sie ihren
Zuhörern. "Auch wenn sie ganz anders aussehen als unsere." Und die Zuschauer
sind begeistert, kommen immer wieder in ihre Shows. Über 340.000 Besucher konnten
sie in den chronisch überfüllten Sälen unterbringen, ein Phänomen, das es weltweit
noch nicht gegeben hat. "Wir möchten den Menschen Mut machen," meint Claudia.
(Siehe Veranstaltungskallender) Eine Frage bekommen die Aussteiger dabei immer
wieder gestellt: wo es ihnen am besten gefallen hat. "Tibet" antwortet Claudia
dann spontan. "Vielleicht deshalb, weil ich da nie wieder hindarf." Für Klaus
ist es Südamerika. Dort bauen sie sich zur Zeit eine neue Basis auf, eine Hütte,
Werkstätten und einen Campingplatz für die vielen Freunde. Sie wollen Land bewirtschaften
und sich selbst versorgen. Ein Globetrottermuseum ist auch geplant. Aber vor
allem möchten sie weiter Reisen. Mit ihren zwei kleinen Kindern sind sie gerade
von einem längeren Trip aus Patagonien zurückgekehrt. "Sie lieben dieses freie
Leben und wenn sie größer sind, steigen wir wieder vom Wohnmobil auf Motorräder
um." Das wohlvertraute Knattern ihrer 500er Eintöpfe klingt für Claudia Metz
und Klaus Schubert wie Musik. Klänge, die sie entführen. Weit weg. Nach China,
Australien, Feuerland, Kanada, Afrika oder auf die Philippinen. 16 Jahre lang
hat sie das Knattern der Motorräder begleitet. Auf einer Reise, von der viele
Menschen ein Leben lang nur träumen. Claudia und Klaus haben ihren Traum gelebt.
Sie haben für sich die Welt erkundet, 82 Länder bereist und auf ihren Motorrädern
257.000 Kilometer zurückgelegt. Dabei hat alles ganz harmlos angefangen: Auf
dem Landweg will Klaus 1981 nach Tokio zu seiner Schwester reisen. Fliegen findet
der 23-jährige Kommunikationselektroniker damals nicht nur zu teuer, sondern
auch zu langweilig. 10 Monate soll das Abenteuer dauern. Zu lange für die 20-jährige
Freundin Claudia. Sie lässt den mühsam ergatterten Studienplatz sausen, kauft
sich auch ein Motorrad und fährt mit. Motorraderfahrung hat sie noch keine,
aber die zu sammeln hat sie unterwegs genügend Zeit. Über Jugoslawien, Griechenland,
die Türkei, den Iran und Pakistan hasten sie auf ihren überladenen Maschinen
in Richtung Japan. Kein Blick nach rechts, kein Blick nach links. Bis nach Indien.
Am Goldenen Tempel von Amritsar kippt der Zeitplan. "Wir hatten bis dahin nur
unsere Route im Kopf", erzählt Klaus, der alles minutiös vorbereitet hat. Keine
Zeit für die Menschen, für die Länder, für die Kulturen, für die Geschichten
am Rande. Japan wird plötzlich unwichtig, der Weg zum Ziel erklärt. "Das Ankommen
verschwand im Hintergrund. Das hat was mit Zukunft zu tun. Wir wollten lernen
den Moment zu leben. Indien hatte einen starken Einfluss auf uns", sagt Claudia.
Bewusst leben, in den Tag hinein, ohne Plan. Ohne zu wissen, wo man am Abend
übernachtet, welches Abenteuer als nächstes passiert. Und ohne Reiseführer.
Sie verlassen sich auf ihren Instinkt, benutzen nur geografische Landkarten.
"Es ist viel spannender die Welt unvoreingenommen zu entdecken", meint Klaus.
Die zwei werden zu Aussteigern, führen ein Nomadenleben und geben ihrer Tour
einen Namen: Planet Earth Expedition. Sechs Monate bleiben sie in Indien, zwei
in Nepal. Als sie durch Sri Lanka reisen, sind die 10 Monate Sonderurlaub um.
Klaus kündigt per Postkarte seinen Job in Köln. Die Reise geht weiter, ein Jahr
bleiben sie in Australien, drei Monate in Neuseeland, nach drei Jahren erreichen
sie Japan. Nordamerika durchkreuzen sie insgesamt 36 Monate lang. Doch das Abenteuer
muss auch finanziert werden. Mit unterschiedlichen Jobs halten sie sich über
Wasser. Als Obstpflücker in Neuseeland, Safariführer in Botswana, Barmixer in
Guatemala, auf dem Bau als Dachdecker, Zimmermann oder Desingner, Anstreicher
in Buenos Aires. Ein paar Wochen wird gearbeitet, dann schwingen sich Claudia
und Klaus wieder auf ihre Maschinen. Ihre Welt verändert sich. Zeit spielt irgendwann
keine Rolle mehr, Vieles wird selbstverständlich. "Wenn man lernt, mit sehr
wenig Geld auszukommen, lebt man viel offener und intensiver.", sagt Klaus.
Wochenlang durchstreifen sie den Busch, leben Seite an Seite mit Naturvölkern,
die zum Teil noch nie einen Weißen gesehen haben. Dort werden sie besonders
herzlich aufgenommen. Doch auch sonst reagieren die meisten Menschen sehr positiv
auf die Motorradfahrer. "Wir fahren um eine Kurve, die Menschen freuen sich,
winken, laden dich ein. Auf Hochzeiten, Geburten, Beerdigungen. Auch der Besuch
der zwei Kölner wird oft zum Anlass genommen, ein Fest zu feiern. Klaus: "Eigentlich
sind wir um die Welt getragen worden." Ihre Motorräder werden zu einem "wichtigen
Teil unseres Lebens". Regelmäßig nehmen Claudia und Klaus die Maschinen auseinander,
um zu prüfen, welche Teile verschlissen sind und wo etwas ausgetauscht werden
muss. Chronische Schwachstellen werden mit angepassten, besseren Teilen aus
anderen Modellen ersetzt. Bei ihrer Rückkehr sind nur noch die Rahmen, Getriebegehäuse,
ein Spiegel, eine Felge und beide Lampen vom Original übrig geblieben. Und selbst
das erstaunt nach dieser Tour. Längst reisen sie nicht mehr auf befestigten
Strassen, sondern weichen lieber dem Schwerverkehr und den korrupten offiziellen
Wegelagerern aus, auf oft schwer zu befahrende Naturwege, wo sie sich auf den
"Kompass im Kopf" verlassen. Wenn es nicht mehr weiter geht, basteln sie sich
ihre "Mopeds" zu Amphibienfahrzeugen um, wie auf dem Yukon in Kanada, in Tortuguero,
Costa Rica oder im Darien, dem undurchdringlichen Sumpfgebiet zwischen Panama
und Kolumbien. Als im brasilianischen Amazonasdschungel alle Strassen enden,
baut Klaus mit Hilfe von Einheimischen und Indianern einen von den Motorrädern
angetriebenen Schaufelraddampfer, die "Juma da Amazonia". 7.000 Kilometer legen
sie so auf Wasserstrassen zurück. In Patagonien konstruiert er aus den Maschinen
einen Katamaran. Den Wind im Rücken segeln sie so 1.300 Kilometer in Richtung
Feuerland. Ihre Erlebnisse schreiben Claudia und Klaus in Tagebücher, verarbeiten
all die Eindrücke die auf sie einprasseln. Drei Kameras haben sie mit auf die
Reise genommen. Doch der Finger ist nicht die ganze Zeit am Auslöser. "Die schönsten
Bilder haben wir im Kopf, weil wir den Fotoapparat gar nicht ausgepackt haben.
Wir wollten uns diese Momente nicht von der Kamera zerstören lassen." Vier Fotos
pro Tag haben die Zwei durchschnittlich geschossen. "Mehr ließ unser bewusst
klein gehaltenes Budget nicht zu." Es reicht auch so: 25.000 Dias und 10.000
Fotos sind in den 16 Jahren zusammen gekommen. Am schwersten zu verarbeiten
sind für sie die Menschenrechtsverletztungen. Bis heute. Viel Unrecht haben
sie gesehen, Menschen werden verhaftet, gefoltert, getötet. In vielen Ländern,
in denen Gewalt zum Alltag gehört, werden auch Klaus und Claudia damit konfrontiert
und geraten in Gefahr. Sie fliehen durch Minenfelder, werden in Honduras von
Todesschwadronen überfallen, durchqueren illegal China, landen dort auch hinter
Gittern. "Wir hatten zwar ein Visum, aber keine Genehmigung, unsere Motorräder
mitzunehmen", erzählt Klaus. Man hält sie als westliche Spione, die Geheimpolizei
bleibt ihnen auf den Fersen. Doch die beiden lassen sich nicht unterkriegen.
Die Ausreise wird zum Abschied für immer. Beide müssen unterschreiben, das Land
nie wieder zu betreten. Auf den Philippinen überstehen sie 1984 einen der schlimmsten
Taifune in der Geschichte der Inseln. "Natürlich hatten wir Wahnsinnsangst.
Minuten werden zu Stunden, der Taifun hat insgesamt 7 Stunden über unseren Köpfen
getobt. Das gräbt sich tief ein. Was da in einem vorgeht, kann man gar nicht
beschreiben", meint Klaus. Auch in der Wüste Belutschistans blicken sie dem
Tod ins Auge. 90 Kilometer kämpfen sie sich durch losen Sand. Dann der Schock:
Der Leinensack mit 15 Litern Wasser hat ein Loch. Kein Tropfen Wasser mitten
in der Wüste. Doch sie schaffen es. Aufgeben wäre für sie an keinem Tag in Frage
gekommen. "Hätten wir der Tour mitten drin ein Ende gesetzt, wäre das für uns
ein Schritt zurück gewesen. Jeder neue Kontinent, jedes neue Land war für uns
eine Herausforderung. Wenn es brenzlig wurde, sind wir woanders hingefahren,
haben uns ausgeruht, erholt, um dann wieder neu zu starten." Erschüttert beobachten
Klaus und Claudia den Raubbau an der Natur. In Chile, Kanada, Zentralafrika,
auf Costa Rica und Neuseeland blicken sie fassungslos auf abgeholzte Ebenen,
das Geräusch der Kettensägen wird zur Qual. Tausend Jahre alte Bäume werden
achtlos gefällt. Am Amazonas treffen sie Goldsucher, die im Wasser versuchen,
mit Quecksilber Goldstaub zu binden. Manchmal bleibt etwas Staub hängen, doch
das Quecksilber bleibt für immer im Fluss. Nach dem Gefühl der Ohnmacht erfahren
sie auch wieder Momente großen Glücks. In Ruanda sehen sie im Nebelwald Berggorillas.
"Sie sind so sanft, so riesig und so menschlich", schwärmt Claudia. Stundenlang
sind sie durch den Urwald gestapft, um die vom Aussterben bedrohte Art aus der
Nähe zu beobachten. Sechs Mal fliegt Claudia während ihrer Weltreise nach Hause.
"Heimweh" nennt sie als einzigen Grund für die Rückkehr auf Zeit. Das Flugticket
zurück in die Freiheit hat sie immer in der Tasche. "Und eigentlich war ich
jedes Mal auch froh, wieder aufzubrechen." Der Kontakt zur Familie und zu Freunden
wird per Brief aufrecht erhalten, auch wenn die Post oft lange unterwegs ist.
Was in Deutschland und der Welt passiert, erfahren sie von anderen Reisenden.
"Urlauber sehen unsere Motorräder mit den Kölner Nummernschildern, fragen nach,
wie lange wir schon unterwegs sind. Da kommt man schnell ins Gespräch", sagt
Claudia. Auf ihrer Reise durch Kalifornien taumelt ein betrunkener Amerikaner
an ihrem Zelt vorbei und ruft: "Die Mauer ist gefallen". Verständnislos schauen
sich Klaus und Claudia um, sehen keine eingestürzte Häuserwand. Das war am 9.
November 1989. Ewig hätten sie als Aussteiger so weiterreisen können. Nicht
einen Moment lang waren sie des Nomaden-Lebens überdrüssig. Aber Claudia und
Klaus wollten den Kreis schließen. "Das war wichtig für uns, diesem intensiven
Lebensabschnitt ein rundes Ende zu geben, noch mal Zeit mit unseren Familien
zu verbringen und vor Allem eine eigene Familie zu gründen." In Kamerun fällt
der Entschluss: "Wir fahren zurück. In einem Jahr. Denn wenn wir uns kein Datum
gesetzt hätten, wären wir immer weiter gefahren." Am 20. September 1997 landen
sie mit ihrem motorradgetriebenen Boot, das ihnen schon im Amazonasgebiet treue
Dienste erwiesen hat, im Kölner Hafen. Die Enduros haben sie seitdem nicht mehr
angemacht. Das Knattern gehört vorerst zur Erinnerung, genau wie der Sternenhimmel
über dem Himalaya oder das unbeschwerte Lachen der Khampa-Nomaden in Tibet.
981 sind sie losgefahren, 1997 kamen sie zurück - in ein völlig verändertes
Deutschland. Dazwischen lag eine Reise um die ganze Welt. Fasziniert und sehnsüchtig
erleben wir dieses letzte große Abenteuer mit. 198l. Helmut Schmidt ist Kanzler
der Deutschen, in Moskau regiert Breschnew, "lmagine" von John Lennon steht
auf Platz 1 der Popcharts. Mal eben mit dem Motorrad nach Japan, auf dem Landweg
über Jugoslawien, Griechenland, Türkei, lran, Pakistan und Indien - Der Plan
war verrückt genug. Klaus ist 23, Claudia, die nie zuvor Motorrad gefahren ist,
gerade mal 20. Zehn Monate sollte die Fahrt dauern, das hatte Klaus minutiös
geplant. 1997. Kanzler Kohl regiert seit Menschengedenken, die Berliner Mauer
ist gefallen, die Mode entdeckt die 80er Jahre wieder. Claudia und Klaus kehren
mit ihrem von den Motorrädern angetriebenen Boot "Juma", das sie im Amazonas
gebaut haben, auf dem Rhein zurück nach Köln. Original an ihren 500er Enduros
sind nur noch die Rahmen, Getriebegehäuse, ein Spiegel, eine Felge und beide
Lampen. 252.000 Kilometer haben sie zurückgelegt. Asien, Australien, Neuseeland,
Nord-, Mittel- und Südamerika und Afrika bereist - "Planet Earth Expedition",
so taufen sie selbst irgendwann ihre unglaubliche Tour. 16 Jahre waren sie unterwegs.
Ein Abenteuer, von dem viele ein Leben lang träumen. Was sie erlebt haben? Alles.
Unglaubliche Landschaften und den Dreck der Welt, sie fallen unter Räuber und
werden auf ihrer illegalen Tour durch Rotchina verhaftet, lernen, mit wenig
auszukommen, und leben mit Indianern im Regenwald, oft geht es nicht mehr weiter,
im Schlamm des Monsun oder unter der Wüstensonne, unendliche Strapazen und Momente
großen Glücks. Die beiden gingen unterwegs nicht immer dieselben Wege und haben
doch alles zusammen durchgestanden.
Der Vortrag hat einen unheimlichen Vorwärts-Drang, die Bewegung, das Fahren,
Ankommen und Wiederabfahren. Fasziniert und sehnsüchtig erleben wir dieses letzte
große Abenteuer mit.

Weitere Termine unter: www.abgefahren.info
Das Buch zum Vortrag "Abgefahren - In 16 Jahren um die Welt" im Verlag Kiepenheuer
& Witsch Infonummer: 02236/48803
Pressetext:
ABGEFAHREN - In 16 Jahren mit dem Motorrad um die Welt - Der Traum lebt weiter
Das Live Dia-Show Spektakel von Claudia Metz und Klaus Schubert Die ganze Welt
haben Claudia Metz und Klaus Schubert mit ihren umgestrickten XT 500 Enduros
bereist. Eigentlich wollten sie "nur" eine Schwester in Tokio besuchen, 10 Monate
waren geplant. 16 Jahre später kommen sie zurück in ihre Heimatstadt Köln, sitzen
immer noch auf den selben Motorrädern, mit denen sie die Stadt damals auf der
Autobahn verließen. Diesmal treiben ihre treuen Einzylinder ein Boot an, einen
Schaufelraddampfer, den sie sich im Amazonasgebiet mit Indianern gebaut haben.
252.000 Kilometer haben sie zurückgelegt. Asien, Australien, Neuseeland, Nord-,
Mittel- und Südamerika und Afrika bereist - "Planet Earth Expedition", so taufen
sie selbst irgendwann ihre unglaubliche Tour. 16 Jahre waren sie unterwegs.
Ein Abenteuer, von dem viele ein Leben lang träumen. Was sie erlebt haben? Alles.
Unglaubliche Landschaften und den Dreck der Welt, sie fallen unter Räuber und
werden auf ihrer illegalen Tour durch Rotchina verhaftet, lernen, mit wenig
auszukommen, und leben mit Indianern im Regenwald, oft geht es nicht mehr weiter,
im Schlamm des Monsun oder unter der Wüstensonne, unendliche Strapazen und Momente
großen Glücks. Die beiden gingen unterwegs nicht immer dieselben Wege und haben
doch alles zusammen durchgestanden. Ihre Eindrücke haben sie gleich nach der
Rückkehr in einem Bestseller veröffentlicht (Abgefahren - In 16 Jahren um die
Welt, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, Köln) und reisten dann 2 Jahre mit
ihrem Töchterchen Anna im Wohnmobil durch die deutschsprachigen Länder und veranstalteten
außergewöhnliche Diashows. "Wir lernen Europa von einer sehr schönen Seite kennen.
Die Menschen haben großes Interesse an dem, was wir erlebt haben, an unserer
Geschichte", sagt Klaus. 16 Jahre Abenteuer in zweieinhalb Stunden. Die Menschen
hängen an ihren Lippen, wenn Klaus und Claudia von der entlosen Freiheit erzählen.
"Lebt eure Träume" raten sie ihren Zuhörern. "Auch wenn sie ganz anders aussehen
als unsere." Und die Zuschauer sind begeistert, kommen immer wieder in ihre
Shows. Über 340.000 Besucher konnten sie in den chronisch überfüllten Sälen
unterbringen, ein Phänomen, das es weltweit noch nicht gegeben hat. "Wir möchten
den Menschen Mut machen," meint Claudia. Eine Frage bekommen die Aussteiger
dabei immer wieder gestellt: wo es ihnen am besten gefallen hat. "Tibet" antwortet
Claudia dann spontan. "Vielleicht deshalb, weil ich da nie wieder hindarf."
Für Klaus ist es Südamerika. Dort bauen sie sich zur Zeit eine neue Basis auf,
eine Hütte, Werkstätten und einen Campingplatz für die vielen Freunde. Sie wollen
Land bewirtschaften und sich selbst versorgen. Aber vor allem möchten sie weiter
Reisen. Mit ihren zwei kleinen Kindern sind sie gerade von einem längeren Trip
aus Patagonien zurückgekehrt. "Sie lieben dieses freie Leben und wenn sie größer
sind, steigen wir wieder vom Wohnmobil auf Motorräder um." Der Vortrag hat einen
unheimlichen Vorwärts-Drang, die Bewegung, das Fahren, Ankommen und Wiederabfahren.
Fasziniert und sehnsüchtig erleben wir dieses letzte große Abenteuer mit.